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Pontifical Council for the Pastoral Care of Migrants and Itinerant People
DER
ROSENKRANZ
FÜR MIGRANTEN
UND MENSCHEN UNTERWEGS
VATIKANSTADT
Umschlagbild:
Ikone der Seligen Jungfrau mit dem Rosenkranz
(Zeichnung: P.
Claudio Maria Rossi, SJ,
erschienen im Osservatore
Romano).
«Im Rosenkranz erklingt das Gebet Marias, ihr unaufhörliches
Magnificat durch das Werk der erlösenden Menschwerdung, die in ihrem
jungfräulichen Schoß ihren Anfang nahm. Mit dem Rosenkranz geht das
christliche Volk in die Schule Mariens, um sich in die
Betrachtung der Schönheit des Antlitzes Christi und in die Erfahrung der
Tiefe seiner Liebe einführen zu lassen. In der Betrachtung der
Rosenkranzgeheimnisse schöpft der Gläubige Gnade in Fülle, die er
gleichsam aus den Händen der Mutter des Erlösers selbst erhält« (Johannes
Paul II., Apostolisches Schreiben Rosarium Virginis Mariae,
16.10.2002, Nr. 1).
Einführung
In den Briefen von Etty Hillesum („Une vie bouleversée, suivi de
Lettres de Westerbrok“, Du Seuil-Verlag, Saint-Armand-Montrond 1995, S.
263) stößt man auf folgende Beschreibung aus einem Durchgangs- und
Konzentrationslager für Juden, das in der Regel die Vorstufe zum
Vernichtungslager war: „Im Halbdunkel zwischen zwei grauen Baracken ging
eine Gruppe von Ordensleuten, die so ruhig und unbekümmert den
Rosenkranz beteten, als ob sie in ihrem Klostergarten spazieren gingen.“
Dieses Bild eignet sich bestens als Einführung für diesen Text, ist der
Rosenkranz der menschlichen Mobilität doch untrennbar mit der leidvollen
und zuweilen tragischen Realität von Flüchtlingen, Asylsuchenden,
Migranten, Nomaden und vielen anderen verbunden.
Die neue Form des Rosenkranzgebetes, welche von unserem Päpstlichen
Rat vorgelegt wird, möchte sich als Antwort auf das Rosenkranzjahr
verstehen, das Papst Johannes Paul II. vor seinem 25.
Pontifikatsjubiläum ausgerufen hat, gleichsam als Krönung desselben.
Das Rosenkranzgebet, das wir vorschlagen, ist vom Rosenkranzgebet des
Seligen Papstes Johannes XXIII. inspiriert, welches sich durch die
Einflechtung besonderer persönlicher Gebetsmeinungen bei jedem Gesätz
oder Geheimnis kennzeichnet, mit dem Unterschied, dass in unserem Fall
die Gebetsmeinungen in spezifischer Weise die verschiedenen
seelsorglichen Bereiche umfassen, welche vom Heiligen Vater unserem
Päpstlichen Rat anvertraut wurden.
Die Betrachtung der Geheimnisse soll durch die Meditation über
themenverwandte Bibelstellen und kirchenamtliche Verlautbarungen ergänzt
werden.
Wir treten vertrauensvoll vor die Kirche und alle Gläubigen mit
diesem alten und doch stets neuen Brauch der Marienverehrung, der in der
von uns vorgeschlagenen Form durch die besonderen Gebetsmeinungen für
das sich in der heutigen Welt immer stärker entwickelnde Phänomen der
menschlichen Mobilität einen frischen, wirklichkeitsnahen Glanz erhält.
Stephen Fumio
Kardinal Hamao,
Präsident
Erzbischof
Agostino Marchetto,
Sekretär
Kurze Anleitung zum Rosenkranzgebet
Wir beginnen mit dem Kreuzzeichen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Gott, komm herbei, um mich zu
retten,
Herr, eile mir zu Hilfe.
Ehre sei dem Vater
Betrachtung des Geheimnisses
Nach jedem Geheimnis und der Lesung der dazugehörigen Bibelstelle,
kirchlichen Verlautbarung und Gebetsmeinung beten wir:
ein Vater Unser
zehn Gegrüßet seist du Maria
ein Ehre sei dem Vater
und wahlweise: O mein Jesus
Zum Schluss der fünf Geheimnisse beten wir:
das “Salve Regina”
und die
Lauretanische Litanei
Die freudenreichen Geheimnisse
(Montag und Samstag)
Leitmotiv:
Freude
Im ersten freudenreichen Geheimnis betrachten wir
DIE VERKÜNDIGUNG DES ENGELS
Bibeltext
«Da sagte der Engel zu ihr: ... Du wirst ein Kind empfangen, einen
Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben » (Lk 1,
30-31).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Wie tief die Liebe der Kirche zu den Sinti und Roma ist, bezeugt in
ihrer mannigfachen Vielfalt die pastorale Aktion, die von apostolisch
engagierten Sinti- und Roma-Gruppen, von den Schulen des Glaubens und
den Schulen des Wortes, von den nationalen und diözesanen Dienststellen,
von den Beauftragten für die Zigeunerseelsorge und schließlich vom
Päpstlichen Rat der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs
vorangebracht wird« (Johannes
Paul II., Ansprache beim IV. Internationalen Treffen über
Zigeunerseelsorge [8.6.1995], Insegnamenti, XVIII, 1, S.
1690-1691).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir für die Zigeuner, damit sie mit
derselben Empfänglichkeit, wie die Gottesmutter Maria, für das Wirken
des Heiligen Geistes offen sind und mit der Hilfe engagierter Christen,
die sich für sie einsetzen, ihre Berufung und Aufgabe in Kirche und Welt
verstehen lernen.
Im zweiten freudenreichen Geheimnis
betrachten wir
DEN BESUCH MARIA’S BEI ELISABETH
Bibeltext
«Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und
eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des
Zacharias und begrüßte Elisabeth » (Lk 1, 39-40).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Ich möchte all denen meine Anerkennung und Sympathie
ausdrücken, die ihr "Gewerbe", ihren Beruf, in Städten und Dörfern zur
Ausführung bringen und ihren Besuchern einen Ort des Festes und der
Freundschaft bereiten. Die Fähigkeit, ein Kind zum Lächeln zu bringen,
für einen Augenblick den verzweifelten Blick eines einsamen Menschen zu
erleuchten und durch die Vorstellung und das Fest die Menschen einander
näher zu bringen, darin besteht die wahre Größe dieses Gewerbes» (Johannes
Paul II., Ansprache bei der VI. Internationalen Konferenz der
Circus- und Schaustellerseelsorge [16.12.1993], Insegnamenti,
XVI, 2, S. 1486).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz wollen wir in besonderer Weise
für die jungen Circusleute und Schausteller beten, damit sie imstande
sind, aus dem reichen Kunst- und Kulturerbe ihrer Vorfahren die großen
Werte der Freude und Heiterkeit zu übernehmen und weiterzugeben, um so
allen Menschen die Schönheit und Güte Gottes kundzutun, welche auf dem
Antlitz Christi leuchtet.
Im dritten freudenreichen Geheimnis
betrachten wir
DIE GEBURT JESU IN BETHLEHEM
Bibeltext
«Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer
Niederkunft; und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte
ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein
Platz für sie war» (Lk 2, 6-7).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Ich möchte hier noch eine andere Überlegung
hinzufügen, welche uns für die Bedürfnisse und die Rolle ausländischer
Studenten hellhörig machen und besorgt nach einer wirksamen Lösung
suchen lassen sollte...
Diese Lösung kann nur mit einer Politik gefunden
werden, welche die Gründe für die Abwanderung aus den Herkunftsländern
berücksichtigt. Denn die Ursache des Problems ist in dem Elend der
Bevölkerung dieser Länder zu suchen. Die Studenten, die durch ein
Studium im Ausland ihre Kenntnisse verbessert haben, können zu einem
Motor für ihr Land werden und es aus der Unterentwicklung herausführen.
In ihre Ausbildung investieren, stellt deswegen eine vorzügliche Form
der Entwicklungshilfe dar» (Johannes
Paul II., Botschaft an den 1. Kongress der Seelsorge für
ausländische Studenten [16.9.1996], Nrn. 3 und 4, Insegnamenti,
XIX, 2, S. 365-366).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir für alle Studenten, die
ihr Studium in einem fremden Land ergänzen, damit sie eine herzliche
Aufnahme erfahren, die ihnen hilft, sich als Menschen und Christen zu
integrieren, und sich zum Vorteil für ihr Herkunftsland auswirkt.
Im vierten freudenreichen Geheimnis
betrachten wir
DIE DARSTELLUNG JESU IM TEMPEL
Bibeltext
«Dann kam für sie der Tag... Sie brachten das Kind
nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, gemäß dem Gesetz des
Herrn... In Jerusalem lebte damals ein Mann namens Simeon. Er war
gerecht und fromm... Er wurde vom Geist des Herrn in den Tempel geführt;
und als die Eltern Jesus hereinbrachten ... nahm Simeon das Kind in
seine Arme und pries Gott » (Lk 2, 22. 25. 27).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Es ist Aufgabe der Christen, sich dafür einzusetzen,
dass in dieser neuen Zeit ideologischer Vorurteile und egoistischer
Interessen der Weg zu echter Solidarität unter den Völkern und Nationen
geöffnet wird. Deswegen rufe ich die Verantwortlichen des Apostolates
des Meeres auf, sich mit unablässiger Sorge der geistlichen Bedürfnisse
der Seeleute anzunehmen, denn sie brauchen in besonderer Weise Zeichen
und Zeugnisse dafür, dass in ihrem Leben, das von langen Zeiten der
Trennung von ihren Familien gekennzeichnet ist, Gott gegenwärtig ist» (Johannes
Paul II., Botschaft an den XXI.
Weltkongress des Apostolates des Meeres
[29.9.2002], in People on the Move, Beiblatt
90, S. 35).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir für die Seeleute aller
Länder, Sprachen, Kulturen und Religionen, damit ihre Begegnung an Bord
der Schiffe und in den Häfen ein Wiedersehen zwischen Geschwistern ist,
zwischen Kindern des einen Gottes, und eine Feier der kostbaren Gaben,
mit denen der Herr alle Menschen beschenkt hat. Geleitet vom Heiligen
Geist mögen sie bei ihren Begegnungen immer wieder die frohe Erfahrung
machen, dass unser Heiland Jesus Christus, das Licht der Welt, stets
unter ihnen ist.
Im fünften freudenreichen Geheimnis
betrachten wir
DIE WIEDERFINDUNG JESU IM TEMPEL
Bibeltext
«Nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; er saß mitten unter den
Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen... "Kind, wie konntest du uns
das antun? Dein Vater und ich haben dich voll Angst gesucht". Da sagte
er zu ihnen: "Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich
in dem sein muss, was meinem Vater gehört?" » (Lk 2, 46. 48-49).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Jesus Christus tritt in die Geschichte ein als „der Weg und die
Wahrheit und das Leben“, und von Anbeginn an schließt er sich selbst in
den Weg der Menschheit und seines Volkes ein, „sich gewissermaßen mit
jedem Menschen vereinigend“... Noch ein Kind, ist Jesus Pilger im Tempel
von Zion, um dem Herrn geweiht zu werden; als Junge begibt er sich mit
Maria und Josef in „das Haus seines Vaters“. Sein öffentliches Wirken
vollzieht sich auf den Straßen seines Heimatlandes, langsam nimmt es die
Form einer Pilgerfahrt nach Jerusalem an, was besonders im
Lukasevangelium als ein langer Weg beschrieben wird, der als Ziel
nicht nur das Kreuz, sondern auch die Herrlichkeit von Ostern und der
Himmelfahrt hat» (Päpstlicher Rat
der Seelsorge für Migranten und Menschen unterwegs, Die
Pilgerfahrt zum Großen Jubiläum 2000 [25.4.1998], Nr. 9).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir dafür, dass die religiöse Tradition der
Wallfahrt, als eine besondere Erfahrung des Glaubens im Gebet und der
Begegnung mit Gott in den Sakramenten, die Herzen der Gläubigen zu Taten
brüderlicher Liebe erwecke und zu einer erneuerten Hinwendung zum Herrn
und zu allen Mitmenschen auf ihrem täglichen Lebensweg.
Die schmerzhaften Geheimnisse
(Dienstag und Freitag)
Leitmotiv:
Heilendes Leiden
Im ersten schmerzhaften Geheimnis betrachten wir
DAS GEBET JESU AM ÖLBERG
Bibeltext
«Dann verließ Jesus die Stadt und ging, wie er es gewohnt war, zum
Ölberg; seine Jünger folgten ihm. Als er dort war, sagte er zu ihnen: "Betet
darum dass ihr nicht in Versuchung geratet!" Dann entfernte er sich von
ihnen... kniete nieder und betete: "Vater, wenn du willst, nimm diesen
Kelch von mir. Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen"» (Lk
22, 39-42).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Ihrer Natur entsprechend ist die
Kirche solidarisch mit der Welt der Migranten, die sie durch die
Vielfalt ihrer Sprachen, Rassen, Kulturen und Sitten daran erinnern,
dass auch sie ein Pilgervolk ist, überall in der Welt auf dem Weg zur
endgültigen Heimat. Diese Aussicht hilft den Christen, jede
nationalistische Denkweise aufzugeben und sich engstirnigen
ideologischen Schematisierungen zu entziehen. Sie erinnert sie daran,
dass das Evangelium im Leben Gestalt annehmen muss, damit es von ihm durchsäuert
und beseelt werde, um es – auch durch stetes Bemühen – von jenen, den
inneren Dynamismus hemmenden, kulturellen Verkrustungen zu befreien»
(Johannes Paul II.,
Botschaft zum Welttag für die Migranten [2.2.1999], in
Insegnamenti, XXII, S. 305).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir dafür, dass die Kirche der Einladung
Jesu folgt, zu wachen und zu beten, und in Ihm den hilfesuchenden
Migranten erkennt, der im Getsemani der Geschichte Todesängste aussteht,
sowie dafür, dass die Kirche in Zusammenarbeit mit den Organisationen
der Zivilgesellschaft angemessene Lösungen findet, um die menschliche
und christliche Lebensqualität der Migranten und Flüchtlinge zu
verbessern.
Im zweiten schmerzhaften Geheimnis betrachten wir
DIE GEISSELUNG JESU
Bibeltext
«Darauf ließ Pilatus Jesus geißeln. Die Soldaten flochten einen Kranz
aus Dornen; den setzten sie ihm auf und legten ihm einen purpurroten
Mantel um. Sie stellten sich vor ihn hin und sagten: Heil dir, König der
Juden! Und sie schlugen ihm ins Gesicht» (Joh 19, 1-3).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Im Licht dieses universalen
Horizonts der Gemeinschaft wird jede Situation, in der Einzelpersonen
oder Gruppen gezwungen sind, aus ihrer Heimat zu fliehen, um anderswo
Zuflucht zu suchen, zu einem schweren Vergehen gegen Gott und den
Menschen» (Johannes Paul
II., Angelus [15.6.2003], in L’Osservatore Romano,
16. – 17.6.2003, S. 5).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir darum, dass der Herr uns begreifen
hilft, dass das große Leiden, dem die Flüchtlinge und Heimatlosen
ausgesetzt sind, ein bitteres Scheitern für die ganze Völkergemeinschaft
bedeutet, an dem auch unsere Gleichgültigkeit und unser fehlendes
Verantwortungsbewusstsein mitschuldig sind, welche verhindern, dass wir
die gemeinsame Pflicht spüren, dieser untragbaren Tragödie
entgegenzuwirken.
Im dritten schmerzhaften Geheimnis betrachten wir
DIE DORNENKRÖNUNG JESU
Bibeltext
«Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus, führten ihn in das
Prätorium und versammelten die ganze Kohorte um ihn. Sie zogen ihn aus
und legten ihm einen purpurroten Mantel um. Dann flochten sie einen
Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf und gaben ihm einen Stock in
die rechte Hand» (Mt 27, 27-29).
Lehramtliche Verlautbarungen
«In einer Zeit, in der zahlreiche Menschen aus den verschiedensten
Gründen ihre Heimat verlassen und um Asyl und eine neue Lebenschance
bitten, können die Flughafenseelsorger diesen entwurzelten Menschen, die
häufig alles verloren haben, den Trost und das Verständnis schenken, das
sie so notwendig brauchen» (Johannes
Paul II., Botschaft an den 3° Europäischen Kongress der
katholischen Flughafenseelsorger [14.5.2001], Kongressakten,
S. 7).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir darum, dass die Flughafenseelsorger und
ihre Mitarbeiter mit ihrer wachsamen und liebevollen Gegenwart am
Flughafen die mütterliche Sorge der Kirche für alle Passagiere,
Beschäftigten und ganz besonders für alle Hilfe- und Schutzsuchenden zum
Ausdruck bringen.
Im vierten schmerzreichen Geheimnis betrachten wir
JESUS, DER FÜR UNS DAS SCHWERE KREUZ GETRAGEN HAT
Bibeltext
«Da lieferte er ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt würde. Sie
übernahmen Jesus. Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten
Schädelhöhe, die auf hebräisch Golgota heißt» (Joh 19, 16-17).
Lehramtliche Verlautbarungen
« Stimmt es etwa nicht, dass wir heute, wie nie zuvor in der
Geschichte, über wirksame und schnelle Verkehrsmittel verfügen, die uns
über Land, Wasser und Luft in alle Teile der Erde bringen?
Bedauerlicherweise muss daneben die leidvolle Feststellung gemacht
werden, dass die Reiselust des Menschen oft mit Tod und Verzweiflung
endet. Die Zahl der Verkehrstoten und Verletzten macht einen tief
betroffen, erreicht sie doch beinahe die Zahl der Kriegsopfer aus der
Vergangenheit» (Johannes XXIII.,
Die Achtung des menschlichen Lebens als Grundvoraussetzung für ein
korrektes Verkehrsverhalten [9.8.1961], in Discorsi, S.
382).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir für alle, die direkt oder indirekt zu
Opfern des Verkehrs wurden. Ihr Leiden und Schmerz soll sich in
heilsames Erwachen verwandeln, damit bei allen die Bereitschaft zu einem
verantwortlichen Verkehrsverhalten wächst und weiteres Leiden vermieden
wird.
Im fünften schmerzreichen Geheimnis betrachten wir
DEN TOD JESU AM KREUZ
Bibeltext
«Als die sechste Stunde kam, brach über das ganze Land eine
Finsternis herein. Sie dauerte bis zur neunten Stunde. Und in der
neunten Stunde... schrie Jesus laut auf. Dann hauchte er den Geist aus...
Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand, ihn auf diese Weise sterben
sah, sagte er: "Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn“» (Mk 15,
33-34; 37. 39).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Aber der Weg Jesu endet nicht auf dem Hügel, Golgota genannt. Sein
irdischer Pilgerweg überschreitet die Grenze zum Unendlichen und zum
Geheimnis Gottes, über den Tod hinweg. Auf dem Berg der Himmelfahrt
zeigt sich der letzte Abschnitt seines Pilgerweges. Der auferstandene
und in den Himmel erhobene Herr verspricht wiederzukommen und geht hin,
einen Platz vorzubereiten, denn wo er sein wird, da werden wir mit ihm
sein. Er fasst seinen Auftrag so zusammen: Vom Vater bin ich ausgegangen
und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum
Vater; Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir
sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir
gegeben hast» (Päpstlicher Rat
der Seelsorge für Migranten und Menschen unterwegs, Die
Pilgerfahrt zum Großen Jubiläum 2000 [25.4.1998], Nr. 10).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir dafür, dass der Wallfahrtsbrauch die
Herzen der Gläubigen zu aufrichtiger Schuldeinsicht und Reue führe,
Verständnis für die Schwächen der anderen wecke, zu konkreten Taten der
Nächstenliebe ermuntere und das Engagement für den Glauben stärke.
Die lichtreichen Geheimnisse
(Donnerstag)
Leitmotiv:
Jesus offenbart sich
Im ersten lichtreichen Geheimnis betrachten wir
DIE TAUFE JESU IM JORDAN
Bibeltext
«In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von
Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass
der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.
Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: "Du bist mein geliebter Sohn, an
dir habe ich Gefallen gefunden“» (Mk 1, 9-11).
Lehramtliche Verlautbarungen
« Ihr (Seelsorger und Mitarbeiter der Zigeunerseelsorge) seid hier
zusammengekommen, um gemeinsam zu beten, um Jesus Christus, sein Wort
und Werk besser kennen zu lernen und intensiver an seinem Wort und Werk
mitzuarbeiten. Vergessen wir nie, dass sein Wort ein lebendiges und
lebensgestaltendes Wort ist» (Johannes
Paul II., Ansprache an den 2° Internationalen Kongress der
Zigeunerseelsorge [16.9.1980], On the move, Nr. 31. S. 31).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir für alle, die sich für die soziale und
spirituelle Förderung der Zigeuner einsetzen, damit sie mit der Gnade
Gottes imstande sind, diesen unseren Geschwistern bewusst zu machen,
dass sie, wie alle anderen, Kinder Gottes sind und zu Boten der Frohen
Botschaft vom kommenden Reich Gottes werden sollen.
Im zweiten lichtreichen Geheimnis betrachten wir
JESUS, DER SICH BEI DER HOCHZEIT IN KANA OFFENBART HAT
Bibeltext
«So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte
seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn“ (Joh 2, 11).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Auf Euren langen Wanderschaften (als Circusleute) durch die Regionen
und Nationen bringt Ihr zu jung und alt Eure Botschaft der Solidarität,
Güte, Freude und Aufrichtigkeit. Dabei erinnert Ihr die Menschen daran,
dass wir – wie in der Heiligen Schrift geschrieben steht – dem Herrn
stets voll Freude (vgl. Ps 99, [100], 2) dienen sollen, auch wenn es uns
Opfer kostet» (Johannes Paul II.,
Generalaudienz [4.2.1981], Insegnamenti, IV, 1, S. 230).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir für alle Menschen, welche die Gabe
besitzen, mit ihrer Kunst Freude zu verbreiten. Ganz besonders wollen
wir dabei für die Circusleute und Schausteller beten, damit sie klug und
umsichtig ihre kostbaren Talente zu nutzen wissen, und damit zum Aufbau
einer Kultur der Solidarität und des Friedens in unserer von Egoismus
und Hass bedrohten Gesellschaft beitragen.
Im dritten lichtreichen Geheimnis betrachten wir
JESUS, DER UNS DAS REICH GOTTES VERKÜNDET HAT UND ZUR
UMKEHR EINLÄDT
Bibeltext
«Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder
nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: "Die Zeit
ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das
Evangelium!"» (Mk 1, 14-15).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Der Welttag der Flüchtlinge... verdeutlicht die Pflicht zur
Solidarität mit Millionen von Menschen, die als Vertriebene und
Flüchtlinge in schwierigen Situationen leben. Leider hat sich dieses
schwere Übel in den letzten Jahren weiter ausgeweitet, und es nimmt
daher die Forderung nach internationalem Schutz zu; es erhöht sich
jedoch auch die Anzahl der Länder, die diesen Schutz einschränken
möchten. Mein Wunsch ist, dass überall die Ursachen der
Zwangsmigrationen beseitigt werden, und ich lade daher zu verstärkten
Bemühungen ein, damit es den Flüchtlingen nie an verständnisvoller
Behandlung und an der nötigen Betreuung fehlen möge» (Johannes
Paul II., Angelus [17.6.2001], Insegnamenti, XXIV,
1, S. 1223).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir für die zahllosen Menschen, die in
unseren Ländern Zuflucht suchen, weil sie wegen Krieg, Gewalt,
Lebensgefahr, Entrechtung und Beraubung der grundlegenden
Menschheitsgüter, vor allem der Freiheit, aus ihren Heimatländern
fliehen müssen. Beten wir, dass sie bei unseren öffentlichen
Verantwortungsträgern ein offenes Ohr finden und in unseren Gemeinden
Freundschaft, Verständnis, brüderliches Miteinander und, vor allem,
Hoffnung.
Im vierten lichtreichen Geheimnis betrachten wir
DIE VERKLÄRUNG JESU
Bibeltext
«Etwa acht Tage nach diesen Reden nahm Jesus Petrus, Johannes und
Jakobus beiseite und stieg mit ihnen auf einen Berg, um zu beten. Und
während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes, und
sein Gewand wurde leuchtend weiß. Und plötzlich redeten zwei Männer mit
ihm. Es waren Mose und Elija; sie erschienen in strahlendem Licht und
sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte » (Lk 9,
28-31).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Wir erheben deswegen noch einmal mit Nachdruck unsere Stimme und
laden alle Menschen guten Willens ein, auch im Bereich des
Straßenverkehrs, in dem, wie in jedem anderen Bereich des menschlichen
Zusammenlebens, die Weisungen des Gesetzes Gottes und des moralischen
Gewissens befolgt werden müssen, ein ziviles und christliches Verhalten
an den Tag zu legen, das an den Werten des Evangeliums, an einem
geschwisterlichen Miteinander, an Freundlichkeit sowie an gegenseitiger
Achtung und Hilfe orientiert ist» (Paul
VI., Ansprache an die Vollversammlung des Automobile Club
d’Italia [30.11.1972], Insegnamenti, X, S. 1221 und 1222).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir für alle Verkehrsteilnehmer, Fahrer und
Fußgänger, damit sie das tägliche Fahrverhalten als eine Gelegenheit zur
eigenen Heiligung wahrnehmen und stets verantwortungsbewusst handeln,
indem sie im anderen einen Bruder und Weggefährten sehen.
Im fünften lichtreichen Geheimnis betrachten wir
JESUS, DER UNS DIE EUCHARISTIE GESCHENKT HAT
Bibeltext
«Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde,
Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: "Das ist mein Leib
für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!" Ebenso nahm er nach dem Mahl
den Kelch und sprach: "Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut.
Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!“» (1 Kor 11,
23-25).
Lehramtliche Verlautbarungen
« In der Eucharistiefeier, dem Mittelpunkt jeder kirchlichen
Gemeinschaft, findet der Empfang, der dem Besucher bereitet wird, seinen
tiefsten Ausdruck. In ihr erlebt die Gemeinschaft ihre Vereinigung mit
dem auferstandenen Christus, baut ihre Einheit mit den Brüdern auf und
bezeugt in unverkennbarer Weise, dass die Gemeinschaft weit über die
Bande von Blut und Kultur hinausgeht. In dieser Begegnung, in der Brüder
aus sehr verschiedenen Orten zusammenkommen und in einem in
verschiedenen Sprachen gesprochenen Gebet zueinander kommen, hallt die
Universalität der vom Erlöser versammelten Kirche mit besonderer Kraft
wider» (Päpstlicher Rat der
Seelsorge für Migranten und Menschen unterwegs, Orientierungen
für die Tourismusseelsorge [29.6.2001], Nr. 19).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir dafür, dass die christlichen Gemeinden
und die Touristen, die zu ihnen zu Besuch kommen, sich gegenseitig
herzlich annehmen und, „wie die verstreuten Weizenkörner, die zu einem
Brot wurden“, zusammen das Opfer des Herrn feiern.
Die glorreichen Geheimnisse
(Mittwoch und Sonntag)
Leitmotiv:
Herrlichkeit
Im ersten glorreichen Geheimnis betrachten wir
DIE AUFERSTEHUNG JESU
Bibeltext
«Die Männer aber sagten zu ihnen: "Was sucht ihr den Lebenden bei den
Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an
das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der
Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am
dritten Tag auferstehen“» (Lk 24, 5-6).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Durch den technischen und wirtschaftlichen Fortschritt, die
veränderten Beziehungen der Menschen und Nationen zueinander, die immer
größer werdende, wechselseitige Abhängigkeit, die Suche nach neuen
wirtschaftlichen Perspektiven, die neuen Reisemöglichkeiten, welche das
Zusammenwachsen der Menschheitsfamilie gefördert haben, sowie die
aktuelle Entwicklung der Kommunikationsmittel haben sich heute (im
Bereich der menschlichen Mobilität) neue Horizonte und neue Formen im
Vergleich zur Vergangenheit eröffnet….. Die heutige menschliche
Mobilität fördert das gegenseitige Kennlernen und die internationale
Zusammenarbeit und trägt so zur Einheit und zum Aufbau brüderlicher
Bande unter den Nationen bei, wobei alle beteiligten Seiten zugleich
Gebende und Empfangende sind» (Johannes
Paul II., Botschaft zum Welttag der Migranten und Flüchtlinge
[10.9.1989], Insegnamenti, XII, 2, S. 492-493).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir dafür, dass die Kirche, die aus dem
Leib und Blut des auferstandenen Herrn hervorgegangen ist, eine große
Bewegung der Solidarität für die Migranten fördert und lebendige
Gemeinden heranbildet, in denen die Gegenwart des Auferstandenen durch
die Liebe zu den Geschwistern einer jeden Rasse, Kultur und Religion
aufleuchtet.
Im zweiten glorreichen Geheimnis betrachten wir
DIE HIMMELFAHRT JESU
Bibeltext
«Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den
Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber zogen
aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die
Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ» (Mk 16, 19-20).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Ostern besitzt und gibt die Freiheit, welche der Freizeit als
innerstes Prinzip vorsteht; dadurch erlangt der Mensch die Fähigkeit...,
einen authentischen Humanismus, sprich den des ‚österlichen Menschen’,
zu verwirklichen. Für den Christen gehört der Tourismus deswegen unter
allen Gesichtspunkten zur österlichen Dynamik der Erneuerung, denn er
ist Feier der empfangenen Gabe, Reise zur Begegnung mit anderen Personen,
mit denen die Freude der Erlösung gefeiert werden kann, Zeit, die mit
anderen im solidarischen Handeln geteilt werden kann und uns der Zeit
der Wiederherstellung von allem in Christus näher bringt» (Päpstlicher
Rat der Seelsorge für Migranten und Menschen unterwegs,
Orientierungen für die Tourismusseelsorge [29.6.2001], Nr. 16).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir dafür, dass der Tourismus immer mehr zu
einem Werkzeug persönlichen und gesellschaftlichen Wachstums werde,
damit sich unter den Nationen, Kulturen und Religionen ein zunehmendes
Miteinander und Füreinander entwickelt.
Im dritten glorreichen Geheimnis betrachten wir
DIE HERABKUNFT DES HEILIGEN GEISTES
Bibeltext
«Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort.
Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm
daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren. Und es
erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden
von ihnen ließ sich eine nieder. Alle wurden mit dem Heiligen Geist
erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist
ihnen eingab» (Apg 2, 1-4).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Es ist wichtig, dass sich die ausländischen Studenten der großen
Verantwortung, die sie gegenüber ihren Heimatländern haben, bewusst sind.
In ihren Händen liegt nämlich einer der Schlüssel für ihre künftige
Entwicklung. Sie dürfen sich dieser Verantwortung nicht entziehen. Sie
dürfen ihrem Land nicht die Fachkenntnisse vorenthalten, die sie als
Ärzte, Ingenieure, Fachleute der Agrarwirtschaft und Experten anderer
lebenswichtiger sozialer Bereiche erworben haben. Als Christen müssen
sie die Pflicht spüren, sich aus dem Evangelium für den Dienst an den
Armen zu entscheiden, und sich zu lebendigen Bausteinen der Gemeinden
machen, von denen sie zum Glauben erweckt wurden. In dieser Perspektive
sollen sie sich eifrig der Vertiefung ihrer fachlichen und geistlichen
Bildung widmen, damit sie zu Boten des Friedens und Wegbereitern einer
zunehmend vereinigten, versöhnten und freien Welt werden» (Johannes
Paul II., Botschaft an den 1. Kongress der ausländischen
Studenten [16.9.1996], Insegnamenti, XIX, 2, S. 366).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz wollen wir für alle Studenten beten, die fern der
Heimat ihr Studium absolvieren, damit sie sich christlich und fachlich
auf ihre Zukunft vorbereiten mit dem Ziel, einen wirksamen Beitrag zur
Entwicklung ihres Heimatlandes zu leisten.
Im vierten glorreichen Geheimnis betrachten wir
DIE AUFNAHME MARIAS IN DEN HIMMEL
Bibeltext
«Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste
der Entschlafenen... Denn wie in Adam alle sterben, so werden in
Christus alle lebendig gemacht werden. Es gibt aber eine bestimmte
Reihenfolge... Der letzte Feind, der entmachtet wird, ist der Tod...
Daher, geliebte Brüder, seid standhaft und unerschütterlich, nehmt immer
eifriger am Werk des Herrn teil, und denkt daran, dass im Herrn eure
Mühe nicht vergeblich ist» (1 Kor 15, 20. 22. 26. 58).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Der hl. Augustinus schreibt: "Ich betrachte die Größe des Meeres,
das uns umgibt; ich bin erstaunt und bewundere, ich suche nach dem
Urheber …" (vgl. Homilie über Psalm 41,7). Diese Worte fassen gut
die Einstellung des Christen gegenüber der Schöpfung zusammen, diesem
großen Geschenk Gottes an die Menschheit, und besonders gegenüber der
Großartigkeit und Schönheit des Meeres... Es ist wichtig, dass es den
Menschen, die zur großen »Familie der See« gehören, nicht an
spiritueller Unterstützung fehlt. Deshalb muss ihnen die Gelegenheit
gegeben werden, Gott zu begegnen und in Ihm den wahren Sinn des Lebens
zu entdecken. Die Gläubigen haben die Aufgabe, zu bezeugen, dass alle
Männer und Frauen dazu berufen sind, überall als neue, mit Gott
versöhnte Menschen zu leben» (Johannes
Paul II., Ansprache an die Teilnehmer der 15. Vollversammlung
des Päpstlichen Rates der Seelsorge für die Migranten und Menschen
unterwegs [29.4.2002], L’Osservatore Romano, 29.-30.4.2002,
S. 5).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir für die Seeleute und ihre Familien, für
die Reeder und alle Menschen, die ihren Beruf auf dem Wasser ausüben,
damit sie sich bei ihrer Tätigkeit weder „von materiellen Interessen und
Sorgen aufzehren“ noch von Ungewissheit, Angst und Einsamkeit
überwältigen lassen, sondern Schutz und Zuflucht im Herzen der
Himmelskönigin Maria suchen.
Im fünften glorreichen Geheimnis betrachten wir
DIE KRÖNUNG MARIAS IM HIMMEL
Bibeltext
«Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne
bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf
Sternen auf ihrem Haupt» (Offb 12, 1).
Lehramtliche Verlautbarungen
«Maria ist die demütige Magd des Herrn, die, wie vom Zweiten
Vatikanischen Konzil treffend formuliert wurde, dem wandernden
Gottesvolk "hier auf Erden bis zur Ankunft des Herrn als Zeichen der
sicheren Hoffnung und des Trostes voranleuchtet" (Lumen Gentium, 68)
... Wir verehren Maria in der Madonna von Loreto als Schirm- und
Schutzfrau der Flieger. Bitten wir sie, dass sie euch und alle, die in
verschiedener Weise zum guten Funktionieren des Flughafenbetriebs
beitragen, bei eurer bisweilen riskanten und schweren Arbeit beschützt...
Wenden wir uns vertrauensvoll an Maria, denn sie ist der Weg Christi,
sie ist der Weg zu Christus und die Hoffnung unserer menschlichen
Existenz» (Johannes Paul II.,
Predigt bei der Eucharistiefeier am Flughafen „Leonardo da Vinci“
[10.12.1991], Insegnamenti, XIV, 2, S. 1354-1356).
Gebetsmeinung
In diesem Gesätz beten wir für alle Menschen, die auf den
Flughäfen – diesen modernen „Drehscheiben der reisenden Menschheit“ –
arbeiten, damit sie sich mit der Hilfe der Flughafenseelsorger bewusst
werden, wie wichtig es ist, dass sie ihren Dienst mit Freundlichkeit,
Offenheit und Verständnis für die Verschiedenheit erfüllen und so den
weltumspannenden Atem der Kirche erfahrbar machen.
Salve Regina
Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsre
Wonne und unsre Hoffnung, sei gegrüßt! Zu Dir rufen wir verbannten
Kinder Evas; zu Dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tal der
Tränen. Wohlan denn, unsre Fürsprecherin, wende Deine barmherzigen Augen
uns zu, und nach diesem Elend zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht
Deines Leibes. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria.
Lauretanische Litanei
Herr, erbarme dich.
Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich.
Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich.
Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns.
Christus, höre uns.
Christus, erhöre uns.
Christus, erhöre uns.
Gott Vater im Himmel,
erbarme dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt
“
Gott Heiliger Geist
“
Heilige Dreifaltigkeit, ein
einiger Gott
“
Heilige
Maria, bitte
für uns.
Heilige Mutter Gottes
“
Heilige Jungfrau der
Jungfrauen
“
Mutter Christi
“
Mutter der Kirche
“
Mutter der göttlichen Gnade
“
Du reine Mutter
“
Du keusche Mutter
“
Du unversehrte Mutter
“
Du unbefleckte Mutter
“
Du liebenswürdige Mutter
“
Du wunderbare Mutter
“
Du Mutter des guten Rates “
Du Mutter des Schöpfers
“
Du Mutter des
Erlösers
“
Du Mutter der Barmherzigkeit
“
Du weise Jungfrau
“
Du ehrwürdige Jungfrau
“
Du lobwürdige Jungfrau
“
Du mächtige Jungfrau
“
Du gütige Jungfrau
“
Du getreue Jungfrau
“
Du Spiegel der göttlichen
Heiligkeit “
Du Sitz der Weisheit
“
Du Ursache unserer Freude
“
Du Tempel des Heiligen
Geistes
“
Du Tabernakel der ewigen
Herrlichkeit
“
Du Wohnung, ganz Gott geweiht
“
Du geheimnisvolle
Rose
“
Du Turm Davids
“
Du elfenbeinerner Turm
“
Du goldenes Haus
“
Du Arche des Bundes
“
Du Pforte des Himmels
bitte für uns
Du Morgenstern
“
[Du Meerstern]
“
Du Heil der Kranken
“
Du Zuflucht der Sünder
“
Du Trösterin der Betrübten “
Du Hilfe der Christen “
Du Königin der
Engel
“
Du Königin der Patriarchen “
Du Königin der Propheten
“
Du Königin der Apostel
“
Du Königin der Märtyrer
“
Du Königin der Bekenner
“
Du Königin der Jungfrauen “
Du Königin aller Heiligen “
Du Königin, ohne Makel der
Erbsünde empfangen “
Du Königin, in den Himmel
aufgenommen “
Du Königin des heiligen
Rosenkranzes
“
Du Königin der Familien
“
Du Königin des Friedens
“
Lamm Gottes, du nimmst hinweg
die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg
die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg
die Sünden der Welt, erbarme dich unser, o Herr.
Bitte für uns, o heilige
Gottesmutter, auf dass wir würdig werden der
Verheißungen Christi.
Lasset uns beten:
Verleihe, wir bitten dich, o Herr und Gott, dass wir, deine Diener,
des beständigen Wohles der Seele und des Leibes uns erfreuen, und durch
die glorreiche Fürbitte der seligsten und allzeit jungfräulichen Mutter
Maria, von der gegenwärtigen Trübsal befreit werden und die ewige Freude
genießen mögen, durch Christus unseren Herrn. Amen.
Vater unser
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme,
dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot
gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse
uns von dem Bösen.
Gegrüßet seist du, Maria
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade; der Herr ist mit dir; du
bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines
Leibes, Jesus. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt
und in der Stunde unseres Todes. Amen.
Ehre sei dem Vater
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste, wie im
Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.
O mein Jesus (zur freien Wahl)
O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer
der Hölle und führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die
deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.
Päpstlicher Rat
der Seelsorge
für Migranten
und Menschen unterwegs
Piazza San Calisto, 16 – 00120 Città del Vaticano
Tel. + 39-06-69887131 – Fax + 39-06-69887111
E-Mail: office@migrants.va
www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/migrants/index_ge.htm
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