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JOHANNES PAUL II.  

GENERALAUDIENZ  

Mittwoch, 18. Oktober 2000

   

Liebe Schwestern und Brüder!

In fast provokativer Weise sagt der heilige Augustinus: "Wir sind Christus geworden. Denn wenn er das Haupt ist und wir die Glieder sind, dann ist der ganze Mensch er und wir".

Was beim ersten Hören Erstaunen hervorruft, erweist sich bei längerem Nachdenken als Wirklichkeit. Es geht um die Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch, um eine Art Intimität, die ihren höchsten Ausdruck in der Eucharistie findet.

Johannes spricht dabei gern vom "Bleiben": "Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm" (Joh 6,56). Paulus redet lieber von der "Gemeinschaft": Das Brot, das wir brechen, ist Ausdruck der Gemeinschaft am Leib Christi (vgl. 1 Kor 10,16).

Vertrautheit mit Christus verpflichtet. Wer Gemeinschaft mit dem Heiligen hat, ist selbst zur Heiligkeit berufen. So wollen wir nicht müde werden, dieser Verpflichtung ein Leben lang treu zu sein: "Jesus, bleibe bei uns, damit wir mit dir gehen. Geh mit uns, damit wir bei dir bleiben in der Gemeinschaft der Eucharistie".

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Mit diesen Gedanken wende ich mich an die Pilger und Besucher aus den Ländern deutscher Sprache. Ich grüße die Diözesanwallfahrt des Erzbistums Vaduz, die begleitet wird von Erzbischof Wolfgang Haas. Ebenso herzlich heiße ich die Angehörigen des Malteser-Ritterordens willkommen sowie die Freunde von Radio Vatikan. Euch allen, Euren Lieben daheim sowie jenen, die mit uns über Radio und Fernsehen verbunden sind, erteile ich gern den Apostolischen Segen.

                 

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