JOHANNES PAUL II.
GENERALAUDIENZ
Mittwoch, 11. Oktober 2000
Liebe Schwestern und Brüder!
Die Eucharistie ist das vollkommene „Opfer des Lobes“,
die höchste Verherrlichung, die von der Erde zum Himmel aufsteigt. Sie ist
Quelle und Höhepunkt des gesamten christlichen Lebens.
In der Feier der heiligen Messe wird das Opfer Christi
Gegenwart. Jesus Christus ist wirklich unter den Gestalten von Brot und Wein
anwesend.
Durch die Hingabe seines Leibes und Blutes hat der Sohn
Gottes den neuen Bund besiegelt: Gott und Mensch wurden für immer auf
wunderbare Weise vereint.
Daher ist die Eucharistie auch Opfer der Danksagung
an den dreifaltigen Gott und Opfer des Lobes, durch das die Kirche im
Namen der ganzen Schöpfung Gott verherrlicht.
* * * * *
Liebe deutschsprachige Pilger und Besucher, ich begrüße
Euch sehr herzlich. Mit großer Freude heiße ich insbesondere die
neugeweihten Alumnen aus dem Collegium Germanicum-Hungaricum sowie ihre
Angehörigen
und Freunde willkommen. Liebe Neupriester! Ihr seid gestern mit einem großen
Geschenk und einem tiefen Geheimnis betraut worden. Feiert mit wahrer
Ehrfurcht und echter Freude täglich das „Opfer des Lobes“. Bereitet den
suchenden und hungrigen Menschen immer wieder das eucharistische Mahl, das sie
auf einzigartige Weise mit Gott verbindet und ihnen das Leben in Fülle
schenkt. Gerne erteile ich Euch und allen, die mit uns über Radio Vatikan
oder das Fernsehen verbunden sind, den Apostolischen Segen.
Appell des Papstes für den Frieden im Nahen Osten:
Mit großer Besorgnis verfolgen wir die schwerwiegenden Spannungen im Nahen
Osten, der erneut von Ereignissen getroffen wurde, die zahlreiche Opfer
forderten und nicht einmal vor den Heiligen Stätten Halt machten. Angesichts
dieser dramatischen Lage kann ich nicht umhin, alle zu ermahnen, dieser
Spirale der Gewalt unverzüglich ein Ende zu bereiten. Alle Gläubigen lade
ich ein, Gott darum zu bitten, es möge den Völkern der Region und ihren
Verantwortlichen gelingen, den Weg des Dialogs wiederaufzunehmen. Sie mögen
die Freude wiederfinden, sich als Kinder Gottes, ihres gemeinsamen Vaters, zu
fühlen.
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