JOHANNES PAUL II.
GENERALAUDIENZ
Mittwoch, 9. Dezember 1998
Liebe Schwestern und Brüder!
Am Ende unserer Katechesen über das Wirken des Heiligen Geistes
erheben wir unsere Augen zu Maria, der Mutter Gottes. Ihre Zustimmung bei
der Verkündigung vor zweitausend Jahren bildet den Ausgangspunkt
einer neuen Epoche der Menschheit.
Maria ist in allen ihren Lebenssituationen, von der Verkündigung über
die Geburt Jesu bis hin zum Kalvarienberg, dem Heiligen Geist stets
gehorsam. Sie hört auf seine Eingebungen und fügt sich seinen Plänen.
Auch heute erfüllt der Heilige Geist Maria ganz und gar, um ihr die
nötigen Gaben und Charismen mitzuteilen für ihre geistliche
Mutterschaft, die ihr der Sohn anvertraut hat. Diese mütterliche
Sendung der demütigen Magd des Herrn steht keineswegs in Konkurrenz
zum Wirken des Heiligen Geistes: Sie wird ja von ihm gerufen, um mit ihm
zusammenzuarbeiten. So macht jede Vertiefung der Beziehung zu Maria das
Wirken des Heiligen Geistes im Leben der Kirche noch fruchtbarer.
* * *
Mit dieser kurzen Betrachtung grüße ich alle Pilger und
Besucher aus den Ländern deutscher Sprache. Euch allen und Euren
Angehörigen daheim sowie den über Radio Vatikan und das
Fernsehen mit uns verbundenen Gläubigen erteile ich von Herzen den
Apostolischen Segen.
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