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JOHANNES PAUL II.
GENERALAUDIENZ
Mittwoch, 8. Oktober 1997
Liebe Schwestern und Brüder!
Am Wochenende habe ich in Brasilien an den Feierlichkeiten des zweiten
Welttreffens der Familien teilgenommen. Dabei konnte ich an grundlegende Werte
und Wahrheiten über die Familie erinnern.
Die Massenkommunikationsmittel haben in unserer Welt Ideen verbreitet, die im
klaren Gegensatz zum göttlichen Plan des Menschen und der Familie stehen. Im
Namen einer Freiheit, die nicht auf der objektiven Wahrheit begründet ist,
werden Gebote und Verbote in Frage gestellt. Stattdessen wird empfohlen, den
breiten und angenehmen Weg der subjektiven Entscheidungen zu gehen.
Die Familie ist und bleibt jedoch die Liebesgemeinschaft von Mann und Frau,
die Hauskirche eines göttlichen und menschlichen Bauplans, der die harmonische
Entfaltung eines jeden Neugeborenen auf der Erde fördern soll. Die Familie ist
und bleibt also der erste Ort der persönlichen und gemeinschaftlichen
Entwicklung. Wer der Familie dient, dient dem Menschen. Wer sie angreift, greift
den Menschen an.
Das Treffen in Rio de Janeiro ist zu einer "Epiphanie" der Familie geworden,
eine gute Nachricht der Hoffnung, daß die Familie eine Zukunft hat.
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Mit diesen Gedanken heiße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher
herzlich willkommen. Mein besonderer Gruß gilt den zahlreichen Jugendlichen aus
verschiedenen Gegenden Deutschlands und aus Österreich. Aus Münster ist die
große Schulfamilie des Bischöflichen Gymnasiums Sankt Mauritz anläßlich der
Feier seines 100-jährigen Bestehens gekommen. Ebenso herzlich begrüße ich die
Angehörigen und Freunde der sieben Diakone aus dem "Collegium Germanicum et
Hungaricum", die übermorgen zu Priestern geweiht werden. Euch allen und Euren
Lieben daheim sowie den mit uns über Radio Vatikan und das Fernsehen verbundenen
Gläubigen erteile ich gerne den Apostolischen Segen.
© Copyright 1997 -
Libreria Editrice Vaticana
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